Synagoge Nordhorn

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Am Platz der Synagoge (in der Alten Synagogenstraße) weisen zwei Elemente auf den historischen Ort hin. In das Pflaster ist eine Platte eingelassen mit der Information: „Auf diesem Grundstück stand von 1814 bis zu ihrer Zerstörung am 10. November 1938 die Synagoge der jüdischen Gemeinde Nordhorn“, begleitet von einer Rekonstruktionszeichnung der Synagoge (von Erich Begalke). Ein an dieser Stelle vom Nordhorner Stadtjugendring 1968 platzierter Gedenkstein war nach dessen Diebstahl für einige Jahre verschollen, wurde dann aber nach dem Auffinden erneut aufgestellt.

Textilfabrik - M.S. Landauer

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Die Ursprünge der Augsburger Textilfabrik M.S. Landauer liegen in Hürben. Dort macht sich 1833 der Weber Moses Samuel Landauer selbstständig und 1835 wird bereits an zwölf Handwebstühlen im Keller seines Hauses in Hürben gearbeitet. 1847 richtet er in einer gepachteten ehemaligen Öl- und Sägmühle in Neuburg an der Kammel seinen ersten mechanischen Betrieb ein. Das Warensortiment umfasst damals Baumwollstoffe, Bettzeug, Kattune, Leinewand, Meublierzeug, Sacktücher und vieles mehr. Mit zunehmender Mechanisierung der Produktion nimmt die Handweberei ab.

Modehaus für Damenkonfektion - Geschwister Loewendahl

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Samuel Loewendahl und seine Frau Sofie Rosalie, geb. Rothschild waren die Besitzer vom "Modehaus für Damenkonfektion Geschister Loewendahl". Nach deren Tod 1914 gingen das Damenmodehaus und ein Haus in der Forsterstraße 13 in den Besitz der Kinder über. Im Zuge der sogenannten "Arisierung" verloren die Geschwister Loewendahl allen Besitz. An das Schicksal der Geschwister Loewendahl erinnern heute 3 Stolpersteine in der Forsterstraße 13. Das Geschäftshaus Große Ulrichstraße 2 wurde 1997 abgebrochen.

Trikotwarenfabrik - Carl Loewengard

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Die Ursprünge der Trikotwarenfabrik liegen in den Jahren 1853 und 1860. Damals gründeten Leopold Levy und Simon Loewengard eine Textilfabrik, die anfänglich nur Schürzen herstellte. Bald darauf wurde aus der Textilfabrik eine Trikotweberei mit der Fabrikation von Unterwäsche. Zur Trikotweberei gehörten auch eine Zuschneiderei und Spulerei. Später übernahmen Hermann Levy und Carl Loewengard die Firma. Die Firma verkaufte auch ins Ausland nach England und Holland.

Stadtspaziergang Leipzig

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Die Messe- und Universitätsstadt Leipzig, etwa 35 Kilometer südöstlich von Halle/Saale im Zentrum der Leipziger Tieflandsbucht gelegen, ist heute mit ihren 580.000 Einwohner*innen die größte Stadt im Freistaat Sachsen. 1015 erstmals als „urbs Libzi“ („Stadt der Linden“) erwähnt, erhielt Leipzig 1165 vom Markgrafen von Meißen das Stadt- und Marktrecht. Dank seiner günstigen Lage, an der Kreuzung der mittelalterlichen Fernstraßen Via Regia und Via Imperii, stieg der Handelsplatz ab 1190 zum europäischen Messestandort auf.

Warenhaus - Gebrüder Ury

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Die Brüder Moritz und Julius Ury gründeten am 24. März 1896 das "Warenhaus Gebrüder Ury". Durch einen umfassenden Umbau 1913/1914 wurde aus dem Gebäude ein sechsstöckiger Prachtbau mit Lichthof. Das Warensortiment von Kurz-, Weiß-, und Wollwarenwaren wurde umfangreich erweitert. Bereits 1937 wurden die Brüder Moritz und Julius Ury gezwungen aus dem Unternehmen auszuscheiden. Durch die sogenannte "Arisierung" wurde 1938 aus dem Warenhaus Gebrüder Ury das Textilmessehaus II mit Blumenladen und Steueramtsdienststelle. Moritz Ury verstarb 1939 im Exil in der Schweiz.