Synagoge (Geisa)
<p>Eine Synagoge ist in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts nachweisbar, doch dürfte es bereits im 18. Jahrhundert einen Betsaal gegeben haben. Die Synagoge lag am "Judenhaugk" (heute am Schlossberg südwestlich von dem Rundbogentor, das zum Schlossplatz führt) und wurde durch einen Großbrand am 23. Juni 1858 zerstört. Damals brannten alle Häuser rund um den Marktplatz und in den angrenzenden Straßen nieder.<br />Bei der feierlichen Einweihung der neuen Synagoge am 5.
Alte Synagoge Erfurt
Das mittelalterliche jüdische Wohngebiet befand sich bis zur Verfolgung und Zerstörung der Gemeinde in der Pestzeit im Bereich vom Ackerhof bis zum Benediktsplatz. Hier befand sich die Synagoge der jüdischen Gemeinde. Bei dem bis heute erhaltenen Gebäude handelt es sich um die älteste bis zum Dach erhaltene Synagoge in Mitteleuropa. Bei intensiven Untersuchungen der vergangenen Jahre konnten vier Bauphasen von insgesamt drei Synagogen festgestellt werden. Die sichtbare Westfassade mit der Maßwerkrosette und den spitzbogigen Fenstern ist auf das Jahr 1270 zu datieren.
Mittelalterliche Mikwe (Erfurt)
Ausgrabungsstätte mit Hinweistafel mit Text: "Archäologische Grabung mittelalterliche Mikwe.
Mittelalterliche Synagoge (Erfurt)
Die wenige Jahre nach dem Pestpogrom wieder entstandene jüdische Gemeinde konnte im Bereich des Parkplatzes hinter dem Rathaus eine neue Synagoge erbauen (zweite Synagoge). Reste dieser Synagoge befinden sich vermutlich unter diesem Parkplatz. Im September 2012 wurde der Schlussstein wiedergefunden.
Mittelalterliches jüdisches Viertel (Erfurt)
Das mittelalterliche jüdische Wohngebiet befand sich bis zur Verfolgung und Zerstörung der Gemeinde in der Pestzeit im Bereich vom Ackerhof bis zum Benediktsplatz.
Gemeindezentrum Erfurt
Nach 1945 zogen zunächst nur wenige jüdische Personen wieder in der Stadt zu (Überlebende aus Konzentrationslagern, nur wenige davon aus dem Vorkriegs-Erfurt.). Ein erstes Gemeindezentrum entstand in gemieteten Räumen Am Anger 30/32, bis am 31. August 1952 (10. Ellul 5712) eine neue Synagoge mit Gemeindezentrum eingeweiht werden konnte.
Neuer Jüdischer Friedhof Erfurt
Der Neue jüdische Friedhof ist der Friedhof der Jüdischen Gemeinde Erfurts. Er wurde 1871 angelegt, nachdem der alte Friedhof an der Cyriaksstraße nicht mehr erweitert werden konnte. Er befindet sich am Rand des Steigerwalds neben der Thüringenhalle, Werner-Seelenbinder-Straße 3, und wird noch heute als Begräbnisort genutzt.
Alter Jüdischer Friedhof (Erfurt)
Anfang des 19. Jahrhunderts entstand wieder eine jüdische Gemeinde in der Stadt, die 1811/12 einen Friedhof vor dem Brühler Tor am Beginn der heutigen Cyriakstraße anlegen konnte. Der Friedhof wurde bis zur Anlage des neuen Friedhofes 1878 belegt. 1926 wurde der Friedhof schwer geschändet. Dabei wurden durch drei Jugendliche des "Wiking-Bundes" von den damals 130 vorhandenen Grabsteinen 95 umgestürzt oder stark beschädigt (siehe Berichte unten). 1938 wurde der Friedhof erneut verwüstet.
Mittelalterlicher Jüdischer Friedhof (Erfurt)
Bei Grabungen auf einer Baustelle im Bereich zwischen Andreasstraße, Großer Ackerhofgasse und Moritzstraße wurden 20 weitere Teile mittelalterlicher Jüdischer Grabsteine aufgefunden, darunter der älteste noch existierende Grabstein aus dem Jahr 1259 für "Frau Dolze, Tochter des Herrn Ascher". Insgesamt verfügt Erfurt nun über insgesamt 58 jüdische Grabsteine und Grabsteinfragmente aus dem Mittelalter. Drei von ihnen sind in der Alten Synagoge zu sehen. Die neu aufgefundenen Stücke werden zunächst im Steindepot des Angermuseums untergebracht.