Familie Josef und Emma Salomonson
<p>Josef Salomonson, geboren 1860 in Nordhorn, war ein führendes Mitglied der jüdischen Gemeinde. Lange hatte er den Vorsitz inne, leitete die Gottesdienste und unterrichtete die Jungen in religiösen Dingen des Judentums. Dass er eine Vielzahl von Sprachen beherrschte: das regionale Plattdeutsch, jiddisch und hebräisch, niederländisch, englisch und französisch, kam ihm im Handelsleben sehr zugute.</p><p>Josef Salomonson starb bereits 1930; seine Frau Emma geb. Dankwert folgte ihm 1937.
Familie Friedrich und Esther Salomoson
<p>Friedrich Salomonson wurde 1897 als jüngerer Bruder des Schlachtermeisters Max Salomonson in Nordhorn geboren. Er war mit der zwei Jahre älteren Niederländerin Esther Phillips verheiratet. Beide hatten zwei Kinder: Lion wurde 1930 in Osnabrück geboren, Hanni 1942 in Nordhorn.</p><p>Esther Salomonson hatte eine Villa an der Bahnhofstraße 20 sowie eine größere Lagerhalle der Gebrüder Goldsmit, 1925 und 1929 gestorben, geerbt.
Familie Josef und Henriette Oster
<p>In Nordhorns Hauptstraße betrieb die Familie Oster ein Textilgeschäft, bekannt vor allem für Berufskleidung. Sie gehörte nicht zu den alteingesessenen jüdischen Familien, sondern war zugewandert. Zur Familie gehörten zwei Kinder: Max, der ältere, und Margarete, „Gretl“ genannt. Max heiratete Ruth Rochacz aus Leipzig.
Familie Samuel und Jenni Frank/ Salomon de Vries
<p>Das Haus Prollstraße 5 (früher Große Gartenstraße 15) wurde zum „Judenhaus“ erklärt, d.h. alle noch in Nordhorn verbliebenen jüdischen Familien hatten hier ab 1938 Wohnung zu nehmen. Das waren, nachdem die Familie Süskind nach Neuenhaus umgesiedelt war, nur noch das alte Ehepaar Oster und die in diesem Haus ansässige Familie Frank-de Vries mit ihrem (Schwieger-)Vater Salomon de Vries.
Familie Isaak und Margarete Cohen
<p>Nur ein Grundstück entfernt von der Synagoge betrieb seit etwa 1910 Hijman Cohen mit seiner Frau Grietje geb. Goldstein, beide aus den Niederlanden, eine Schlachterei mit dem Schwerpunkt Pferdeschlachtung. Die ersten Kinder wurden noch in Enschede geboren (Nathan, Hendrika und Rachel), weitere vier im münsterländischen Ochtrup (Samuel, Salomon, Isaak und Jakob).</p><p>Als Hijman und Grietje Cohen sich in den 20er Jahren nach Enschede zurückzogen, übernahm Sohn Isaak zusammen mit Margarete geb.
Paul Borchardt
<p>Die Historische Ansichtskarte ( Lithografie ) von Berlin mit Ansichten vom Reichstagsgebäude, der Siegessäule und dem Brandenburger Tor wurde am 22. juli 1900 von Berlin nach Marienbad an Herrn Paul Borchardt versandt. Die Bildseite der Karte war zugleich auch die Seite, auf der wenigstens Platz für ein paar Grußworte war. In diesem Fall - Glückwünsche zum Geburtstag. Paul Borchardt feierte am 23. Juli seinen 14. Geburtstag. Die Karte kam noch rechtzeitig an, was der Postankunftsstempel belegt.</p>
Siegmund Borchardt
<p>Text der Karte: Montag,15.4.99 - Liebe Eltern ! - Im Begriff auf 1 Tag nach Holland zu fahren begrüßt Euch und die Kinder herzlichst - Euer treuer Philipp. Beim Absender der Karte handelt es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um den Schwiegersohn Philipp Schlesinger, den Ehemann von Anna (Anny) Schlesinger. Das Ehepaar Philipp und Anna Schlesinger, geb. Borchardt hatte zwei Kinder - Werner Julius und Victor Schlesinger.</p>
Hopfenhändler - Bernhard Steinberger
<p>Der Hopfenhändler Bernhard Steinberger, geboren am 6. April 1846 in Schonungen - gestorben am 6. Oktober 1916 in der Medizinischen Klinik in Erlangen war verheiratet mit Babette, geborene Sußmann, geboren am 3. Januar 1855. Das Ehepaar hatte vier Kinder - 1. Hugo, geboren am 3. Mai 1877 - am 25. Mai 1942 zusammen mit seiner Frau Elsa,geborene Bechmann nach Izbica deportiert und dort ermordet, - 2. Siegfried, geboren am 13. März 1879, - gestorben am 5. März 1926 in Bamberg,verheiratet mit Paula Hessberg, geboren am 4.
Stolpersteine Familie Dr. Erich Oppenheimer
<p> Jakobstraße 3 in Görlitz, hier wohnten Erich Oppenheimerm<br />seine Frau Charlotte Oppenheimer und ihr Sohn, Werner Oppenheimer<br /><br />Dr. med. Erich Oppenheimer, geb. am 24. Mai 1894 in Berlin wohnhaft in Görlitz Inhaftierungsort: bis 13. Dezember 1938, KZ Sachsenhausen, Tormersdorf, Sammellager Todesdatum/-ort: 24. April 1942, Sammellager Tormersdorf, (Freitod)<br /><br />Charlotte Oppenheimer, geborene Cohn, geb. am 04.
Stolpersteine Fritz und Käthe Warschawski
<p>Postplatz 10 in Görlitz, hier wohnten Dr. Fritz Warschawski und Käthe Warschawski.</p><p><br />Dr. Fritz Warschawski, geb. am 1888 1933 nach Palästina geflohen gest. 1960 in Tel Aviv<br />Käthe Warschawski, geb. am 1933 nach Palästina geflohen gest. 1935 in Tel Aviv</p><p>Fritz Warschawski war der erste Jude, der im Frühjahr 1933 vor der Willkür der Nazis aus Görlitz nach Palästina floh. Der Zahnarzt hatte sich sehr wohlgefühlt in der Stadt.