Wohnung von Cläre und Gustav Kirstein
Das Ehepaar Kirstein und ihre Kunstsammlung
In der 2. Etage des Wohnhauses am Thomasring 10 (ab 1917 Dittrichring 10) wohnte von 1904 bis 1933 das in Leipzig in den Bereichen Kunst, Kultur und Literatur engagierte Ehepaar Kirstein.
Jurnets Haus
Das Jurnet-Haus nimmt einen einzigartigen Platz in der jüdischen Geschichte ein. Es befindet sich in der King Street in Norwich, England, und war das Zuhause von Isaac Jurnet, einem renommierten „Nadiv“ (jüdischer Mäzen) und bedeutenden Finanzier.
Villa des Fabrikanten Edwin Stiefel
<p>Edwin Stiefel (25.08.1875 – 01.08.1932) gründete 1905 zusammen mit Wilhelm Klein die Spezialfabrik für Holzbearbeitungsmaschinen Klein & Stiefel in Fulda. Er errichtete 1924/25 die Villa für seine Familie und ein Hausmeisterehepaar. Nach seinem Tod wurde seine Frau Flora Stiefel geb. Mayer für das Geschäftsvermögen ausgezahlt; die Villa verkaufte sie 1936 und emigrierte 1938 über die Schweiz, Holland und England nach Israel.
Letzte Wohnadresse von Erika Neugarten
Erika Neugarten war keine Krankenschwester, gehörte aber zum Personal des Rothschild´schen Hospitals und des jüdischen Krankenhauses in Frankfurt am Main. Sie wurde am 29. Juni 1914 als nichteheliche Tochter der jüdischen Hausangestellten Emma Neugarten in Hannover (Niedersachsen) geboren.
Seit dem 2. August 1937 lebte Sie in Frankfurt am Main, wo sie als Hausangestellte tätig war. Sie gehörte der jüdischen Kultusvereinigung an und absolvierte von 1938 bis 1939 im "Rothschild'schen Hospital" eine viermonatige Lehre als Büglerin.
Jüdisches Altersheim Hermesweg
Früherer Standort der jüdischen Krankenstation in einer "Gemeinschaftsunterkunft" vor der Deportation von November 1942 bis Oktober 1943.
Standort des jüdischen Friedhof von Griesheim
Seit 1897 Standort des jüdischen Friedhof im Frankfurter Stadtteil Griesheim für die damalige jüdische Gemeinde Griesheim.
Standort des Kinderhaus der Weiblichen Fürsorge
Am 23. März 1919 öffnete das Kinderhaus der Weiblichen Fürsorge seine Pforten in der Hans-Thoma-Straße 24 im Frankfurter Stadtteil Sachsenhausen. Das Gebäude war dank einer großzügigen Stiftung Bertha Schwarzschilds 1918 erworben worden.
Am 15. September 1942 wurden die noch im Heim lebenden jüdischen Kinder und ihre Betreuerinnen nach Theresienstadt deportiert.
Jüdisches Altersheim Hans-Handwerk-Straße
Standort des Jüdischen Altersheim Hans-Handwerk-Straße (um 1941 NS-Sammellager).
In die Hans-Handwerk-Straße - heute Lange Straße - wiesen die NS-Behörden vor allem Betreute der Jüdischen Wohlfahrtspflege ein.
Privatklinik Dr. Ernst Roberth
Dr. Ernst Roberth studierte in Heidelberg (wo er dem Corps Nassovia angehörte), Würzburg und Berlin. In Würzburg promovierte er 1843 zum Dr. med. Ein Jahr später gestattete die Stadt Frankfurt seine Niederlassung als praktischer Arzt. Neben seiner etwa achtjährigen Tätigkeit in der Privatentbindungsanstalt (Gartenhaus) in der Hanauer Landstraße praktizierte er als Bahnarzt. Während des Deutsch-Französischen Krieges 1870/71 war er in einem Reservelazarett (Bacconiusscher Garten) tätig.
Wohnadresse von Auguste und Leo Liefmann
Auguste Liefmann geborene Liefmann (11. Oktober 1860) und Leo lebten im Grüneburgweg 135 bevor sie im Mai 1930 in ihre Wohnung im Henry und Emma Budge-Heim für alleinstehende alte Menschen umzogen.
Auguste Liefmann schied am 3. Juli 1940 durch Freitod aus dem Leben und ist auf dem Neuen Jüdischen Friedhof an der Eckenheimer Landstraße beerdigt. Sie gehört zu den 23 Personen, derer an der Gedenkstätte der Henry und Emma Budge-Stiftung gedacht wird.