"Judenhaus" Eisenach
Im September 1941 wurden die 145 noch in der Stadt lebenden Juden im Haus Goethestraße 48 zusammengepfercht und 1942 von dort nach Belzec und Theresienstadt deportiert. Nur wenige der Deportierten überlebten bis 1945.
Mikwe (Eisenach)
Israelitische Religionsschule (Eisenach)
1865 wurde die Israelitische Religionsschule gegründet, 1868 eine Mikwe eingerichtet (im Komplex der Dobermann'schen Badeanstalt, Clemensstraße 5).
Jüdisches Wohnviertel (Eisenach)
Bereits Landgraf Hermann I. (1190-1217) soll, um das wirtschaftliche Leben in der Stadt zu fördern, Juden zum Bau von Häusern nahe am Markte aufgefordert haben. In diese Zeit könnte die jüdische Ansiedlung in der "Judengasse" (heutige Karlstraße) zurückgehen, in mittelalterlichen Zeiten "die beste Gasse" in der Stadt. Der erste namentlich bekannte Eisenacher Juden war vermutlich der Verfasser synagogaler Poesie Jechiel ben Jakob (1235). 1283 werden im Eisenacher Stadtrecht Bestimmungen in Bezug auf jüdische Einwohner festgelegt. 1343 brannte eine Seite der "Judengasse" ab.
Synagoge Dreißigacker (Meiningen)
Eine Synagoge war zunächst im Herrenhaus des herzoglichen Domänengutes in der Straße "Am Schloßberg" eingerichtet. 1819 wurden die dafür genutzten Räume der jüdischen Gemeinde durch die herzogliche Kammer gekündigt. Daraufhin wurden die Gottesdienste in einem jüdischen Privathaus abgehalten.
1822 errichtete die jüdische Gemeinde eine Synagoge. Sie wurde beim großen Brand von Dreißigacker am 13. Mai 1867, dem 145 Wohnhäuser zum Opfer fiel, zerstört. Dadurch ist der genaue Standort unbekannt. Auch die jüdische Schule wurde beim Brand 1867 völlig zerstört.
Jüdischer Friedhof Dreißigacker (Meiningen)
Der jüdische Friedhof wurde im 17. Jahrhundert angelegt. Auf dem ältesten Grabstein steht die Jahreszahl 1665. Im älteren (westlichen) Teil des Friedhofes sind 24 Grabsteine erhalten (zumeist aus dem 18. Jahrhundert). Im östlichen Friedhofsteil stehen weitere 28 Grabsteine in zwei Grabreihen. Nachdem die meisten jüdischen Einwohner bis um 1880 von Dreißigacker abgewandert waren, fanden auf dem Friedhof keine Beisetzungen mehr statt. Die Friedhofsfläche umfasst etwa 10 ar.
Jüdisches Kauf- und Gewerbehaus Meiningen (1833)
<p>Schon seit Anfang 18. Jahrhunderts war die jüdische Familie Strupp nahe der Residenzstadt Meiningen, im benachbarten Dorf Dreißigacker, ansässig. Sie war anfangs vor allem im Getreidehandel tätig, weitete ihre Geschäfte jedoch auf den Textilbereich aus, insbesondere auf den Handel mit Baumwoll-, Leinen- und Seidenstoffen. Seit 1742 waren die Strupps auch im Bankwesen tätig. Ein zweistöckiges Haus samt Garten in Dreißigacker diente als Stammsitz der Familie.
Wohnhaus von Ida Rothenberg
Ida Rothenberg war 1924-32 Vorsitzende des Israelitischen Frauenvereins in Bleicherode, dessen Zweck die Unterstützung Bedürftiger war. Bestattungen fielen ebenso in seinen Aufgabenbereich. Zur Zeit von Rothenbergs Leitung zählte der Verein 30-40 Mitglieder*innen.