Jüdischer Friedhof Bauerbach (Grabfeld)
Der Friedhof befindet sich östlich der alten Landstraße Richtung Behrungen in unmittelbarer Nähe der Grenze zu Bayern (1949 bis 1990 am Grenzzaun der ehemaligen DDR gelegen). Die Toten der jüdischen Gemeinde Berkachs wurden von der Zeit der ersten Niederlassung jüdischer Personen im Dorf um 1700 bis nach 1820 in Kleinbardorf beigesetzt. Nach 1820 konnte die Berkacher Gemeinde ein Grundstück über dem „Rothrasen" kaufen und dort einen eigenen Friedhof anlegen. Nach den Statuten der Gemeinde von 1885 durften auch nicht zur Berkacher Gemeinde gehörende Juden hier beigesetzt werden.
Jüdischer Ortsteil (Grabfeld)
Die jüdischen Familien lebten zunächst gemeinsam in einem jüdischen Ortsteil (im Bereich des Zehnhofes und des Hinterdorfes). Sie konnten jedoch die Ortseinrichtungen wie Brunnen, Wege, Backhaus gemeinsam mit den Christen benutzen. 1808 wurden 19 jüdische Familien am Ort gezählt. Sie standen unter dem Schutz von drei verschiedenen Ortsherrschaften (14 Familien bei den Reichsrittern von Stein, drei unter Altwürzburgischer Herrschaft und eine Familie unter der Adelsfamilie von Kalb).
Israelitische Religionsschule Meiningen
<p>Die Israelitische Religionsschule befand sich im Gebäude der 1883 eingeweihten Synagoge. 1898 wurde sie von 58 jüdischen Schulkindern besucht.</p>
Synagoge Bauerbach (Grabfeld) mit Schulraum (1892 - um 1930)
Im 18. Jahrhundert wurde ein Betsaal im Bereich des sogenannten "Judenbaus" eingerichtet. Die Synagoge ist unter Nr. 12 im … historischen Plan von Bauerbach eingetragen.
Betsaal im sog. "Judenhof / Judenbau" in Bauerbach (Grabfeld)
Im 18. Jahrhundert wurde ein Betsaal im sogenannten "Judenbau" eingerichtet.
Ortsteil "Judenhof / Judenbau" in Bauerbach (Grabfeld)
<p>Der Wohnbereich der ersten jüdischen Familien waren die Häuser im sogenannten Judenhof bzw. Judenbau (früher "Herrenhaus"), ein vom christlichen Wohnbereich abgegrenzter Bezirk. Noch 1851 wohnen zwei Drittel der jüdischen Einwohner im Judenhof.</p>
Synagoge (Barchfeld)
Im 18. Jahrhundert wurde eine erste Synagoge erbaut, über die nichts weiteres bekannt ist. Sie war um 1840 zu klein geworden, sodass 1844/45 eine neue erstellt wurde, die am 19. September 1845 eingeweiht worden ist. 1879 wurde ein Teil des Gebäudes durch einen Brand zerstört. Doch musste nicht das ganze Gebäude erneuert und die Synagoge am 20. August 1880 wieder eingeweiht werden. In der Zwischenzeit betete man in einem gemieteten Raum. 1904 und 1907 wurde die Synagoge modernisiert, im letzteren Jahr fand die elektrische Beleuchtung Einzug. 1922 erneuerte die Gemeinde das Synagogendach.
Mikwe (Barchfeld)
Jüdische Ortsschule (Barchfeld)
1836 wurde eine öffentliche jüdische Ortsschule begründet, für die 1841/42 ein Schulhaus am unteren Graben erbaut wurde. In diesem wurde auch eine Mikwe eingebaut.
Jüdischer Friedhof (Barchfeld)
Der jüdische Friedhof konnte von der jüdischen Gemeinde Barchfeld bereits 1686 angelegt werden. Damals überließ die Landgräfin Hedwig Sophie von Hessen ihren Schutzjuden an dem beim Dorf gelegenen "Fischertor" ein Stück Land für einen Begräbnisplatz. 1714 wurde der Friedhof erstmals erweitert. Jährlich war von der Judenschaft eine Gebühr von 2 Talern als Erbpachtsumme zu bezahlen. Dazu kam als Begräbnisgebühr für Erwachsene jeweils 1 Taler 12 Groschen, für Kinder der halbe Preis. 1741 wurde der Friedhof umzäunt.