Jüdisches Viertel (Gotha)

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Die jüdischen Familien lebten im Mittelalter nahe am Markt in der Judengasse (heute "Jüdenstraße"). Im 16. und 17. Jahrhundert wird im Bereich der "Judengasse" ein "Judenbad" genannt. Haupterwerbszweig war der Geldhandel. 
    
1418 werden 10 Juden (mit Familien) genannt, insgesamt etwa 55 Personen. Damals war auch ein Rabbiner in der Stadt, der eine Schule (Jeschiwa) hatte, die auch von auswärtigen Studenten besucht wurde. 1417 wurde dieser Rabbiner zum "Judenmeister" ernannt. Um 1465 wurden die Juden aus der Stadt vertrieben.