Jüdischer Friedhof (Heilbad Heiligenstadt)
Ein jüdischer Friedhof wurde in Heiligenstadt in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts angelegt. Das älteste Grab ist von 1829. Die in der NS-Zeit letzte Beisetzung war 1940. Möglicherweise gab es auch noch 1947 eine Beisetzung (Pauline Löwenstein in einem Grab ohne erhaltene Inschrift).
Der Friedhof ist umgeben von einem schlichten Holzzaun.
Synagoge (Heilbad Heiligenstadt)
Im 19. Jahrhundert wurden die Gottesdienste der Gemeinde zunächst in Mieträumen abgehalten. 1870 erwarb die Gemeinde ein Haus in der Stubenstraße und baute es zur einer Synagoge um. Baumeister Fütterer plante zunächst ein repräsentatives Aussehen der Vorderfront. Da jedoch von Seiten der Regierung keine Zuschüsse kamen, konnte der Plan nicht ausgeführt werden. Die Synagoge wurde 1872/73 erbaut und am 10. September 1873 eingeweiht.
Wohnhaus von Jacob Schwalbe
Jacob Schwalbe war 1932 dritter Vorsitzender der Repräsentanz der Jüdischen Gemeinde. Nach dem Novemberpogrom 1938 wurde er in das Konzentrationslager Buchenwald verschleppt.
Wohnhaus von Armin Grunsfeld
Armin Grunsfeld war 1932 zweiter Vorsitzender der Repräsentanz der Jüdischen Gemeinde. Nach dem Novemberpogrom 1938 wurde er in das Konzentrationslager Buchenwald verschleppt.
Wohnhaus von Max Oppenheimer
Max Oppenheimer war 1932 Vorsteher der Repräsentanz der Jüdischen Gemeinde. Nach dem Novemberpogrom 1938 wurde er in das Konzentrationslager Buchenwald verschleppt.
Wohnhaus von Alfred Weil
Alfred Weil war 1932 Schriftführer sowie Schatzmeister der Jüdischen Gemeinde. Nach dem Novemberpogrom 1938 wurde er in das Konzentrationslager Buchenwald verschleppt.
Wohnhaus von Alexander Löwenthal
Alexander Löwenthal war 1932 Gemeindevorsteher. Nach dem Novemberpogrom 1938 wurde er in das Konzentrationslager Buchenwald verschleppt.
Jüdisches Viertel (Heilbad Heiligenstadt)
In der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts gab es wieder einzelne Juden in der Stadt (genannt seit 1469). Damals erlaubte der Mainzer Erzbischof den Juden Heiligenstadts, den "Judenhof" wieder aufzubauen, um dort Wohnung beziehen zu können (heute Straßenname "Am Jüdenhof", in der Nähe des alten Marktes).
Neuer Jüdischer Friedhof Gotha
Der Jüdische Friedhof ist ein Friedhof der Stadt Gotha im Landkreis Gotha in Thüringen.
Alter Jüdischer Friedhof Gotha
Im 18. Jahrhundert konnten die seit 1768 in Gotha zugezogenen jüdischen Kaufmannsfamilien einen Begräbnisplatz vor dem Siebleber Tor anlegen (Alter Jüdischer Friedhof). 1829 konnte mit Erlaubnis der Regierung des Herzogtums Gotha ein neuer Begräbnisplatz "neben dem Siechhofe am Wege nach Kindleben" - an der ehemaligen Chaussee Siebleben - Erfurt angelegt werden. Der Siechhof lag ca.