Ehemaliges Wohnhaus Familie Fleischmann
Das Wohnhaus der jüdischen Familie Fleischmann in der Bernhardstraße 34 wurde als sogenanntes "Judenhaus" umfunktioniert. 1941 mussten die Familien Sichel, Lichtenstein und Friedmann in das "Judenhaus" umziehen. Ab Mai 1942 erfolgten die Deportationen der noch in der Stadt lebenden jüdischen Einwohner.
Wohnhaus Familie Hofmann
Beim Novemberpogrom 1938 wurden die jüdischen Häuser und Geschäfte demoliert. Bei Familie Hofmann wurde die Wohnung verwüstet und der 70-jährige Benjamin Hofmann die Treppe heruntergestoßen; er starb wenige Wochen später an seinen Verletzungen.
Wohnhaus von Familie Fleischmann
Beim Novemberpogrom 1938 wurden die jüdischen Häuser und Geschäfte demoliert. Bei Familie Fleischmann wurden die Fensterscheiben eingeworfen, ein Pferdefuhrwerk auf die Gasse gezogen und angezündet.
Betraum der Israelitischen Vereinigung
Eine eigentliche Synagoge war nicht vorhanden. Von 1901 bis 1925 befand sich im Obergeschoss des Hauses des "Bürgervereins" (nach 1945: "Volkshaus") ein Betraum der "Israelitischen Vereinigung". Das Gebäude, in dem sich das Betlokal befand, wurde 1993 abgebrochen. Auf dem Grundstück wurde die Apoldaer Stadthalle erbaut. Nach der Mitte der 1920er-Jahre gab es in Apolda kein organisiertes jüdisches Gemeindeleben mehr.
Wohn- und Geschäftshaus der Familie Neumann
Hier wohnte zwischen 1914 und 1938 die Familie Neumann: Mechel Leib, Julie (geb. Krauser) und Michael Nathan Chaim. Mechel Neumann führte bis zur "Arisierung" 1938 ein Geschäft für Kurz-, Galanterie- und Weißwaren, Schlusswaren und Bilder (ab 1928) und Wanduhren (ab 1931).
Außerdem betrieb Samuel "Sally" Rotenberg von 1924 bis 1938 ein Geschäft für Herrenbekleidung, Schneiderei und Reklameschilder (ab 1935).
Wohnhaus der Familien Rosenberg und Freilich
Hier lebte 1942 das Ehepaar Rosenberg (Siegmund und Adele, geb. Skolny). 1943 lebte hier das Ehepaar Freilich (Bernhard und Sophie, geb. Felsen). Zwischen 1942 und 1944 wurden die bis dahin verbliebenen jüdischen Einwohner deportiert: am 10. Mai 1942 17 Personen in das Getto Bezlyce (Polen), noch im selben Jahre 41 weitere Personen (alle 58 wurden ermordet), 1943 und 1944 elf Personen in das Konzentrationslager Auschwitz und fünf in das Ghetto Theresienstadt.
Wohnhaus der Familie Wandstein
Das Haus Johannisstraße 5/6 (ehemaliges Gasthaus “Schwarzer Bär”) gehörte bis zur “Arisierung” dem Kaufhaus M. & S. Cohn. Albert Levy als Geschäftsführer hatte das Objekt gekauft. Von 1935-1942 lebte das Ehepaar Wandstein mit seinen zwei Kindern dort. 1942 wurden die Familie nach Belzyce deportiert. Vor dem Haus erinnern Stolpersteine an ihr Schicksal.
Wohnhaus der Familie Oronowicz
Hier wohnte von 1921 bis 1942 die Familie Oronowicz. Zwischen 1942 und 1944 wurden die bis dahin verbliebenen jüdischen Einwohner Altenburgs deportiert: am 10. Mai 1942 17 Personen in das Getto Bezlyce (Polen), noch im selben Jahre 41 weitere Personen (alle 58 wurden ermordet), 1943 und 1944 elf Personen in das Konzentrationslager Auschwitz und fünf in das Ghetto Theresienstadt. "Von der Familie Oronowicz überlebten nur Vater Markus und Tochter Charlotte. Den anderen Familienmitgliedern sind "Stolpersteine" vor dem Haus gewidmet", schreibt Christian Repkewitz.
Wohnhaus von Isaak Rotenberg
Hier wohnte Isaak Rotenberg. Er wurde am 13.01.1939 als "lästiger Ausländer" des Landes verwiesen.
Wohn- und Geschäftshaus der Familie Freilich
Von 1925 bis 1942 lebte hier die Familie Freilich: Das Ehepaar Bernhard und Sophie (geb. Gelobter) und die Kinder Felix (bis 1936), Sala (bis 1938) und Max (bis 1938). Von 1924 bis zur "Arisierung" 1938 hatte hier Bernhard Breilich sein Geschäft für Häute, Felle, Wildwaren, Bilder (1925-1930) und Pelzwaren (ab 1930). Laut dem Historiker Christian Repkewitz haben die Freilichs ihre Wohnung nicht im Zuge der "Arisierung" verloren, sondern sie tauschten die Wohnung mit dem Besitzer des Hauses in der Posener Straße 5, wo sie bis zu ihrer Deportation 1943 lebten.