Wohnhaus: Abraham Herz und Adolf Falk
1810 kaufte Abraham Herz sen. aus Diedelsheim (heute Ortsteil von Bretten) das Haus in der Hauptstraße 18. Nach seinem Tod übernahm der Sohn Abraham Herz jun. 1829 das Anwesen: Ein zweistöckiges giebelständiges Haus mit Außentreppe. Abraham Herz betrieb hier einen Viehhandel und Liefergeschäfte für das Militär. 1837 erhielt er das Bürgerrecht und wurde 1845 - wahrscheinlich als erster Jude in Württemberg - in den Hochberger Gemeinderat gewählt.
Korsettstoff-Weberei Julius Reinganum
Die Korsettdrill-Weberei wurde 1867 als Handweberei und Hausindustrie gegründet. 1870 waren bereits 100 Handwerker in Ortschaften der Umgebung beschäftigt. 1873 auf der Wiener Weltausstellung mit einer Silbernen Verdienstmedaille und 1881 in Stuttgart mit einer Bronzenen Verdienstmedaille ausgezeichnet fanden die Fabrikate national und international Anerkennung. 1912 verkauft Julius Reinganum das Geschäft an Wilhelm Feller in Stuttgart.
Gasthaus zur Rose Hochberg (Remseck)
Salomon Jakob errirchtete bis 1801 das traufständige zweistöckige Wohnhaus mit Mansarddach. Er verkaufte das Anwesen 1820 an Abraham Seligmann. Der heiratete 1830 die Witwe des Nathan Hausmann, ehemals Rosenwirt (damals Hauptstraße 32). 1831 erwarb Abraham Seligmann die Konzession der Rose für die Hauptstraße 16. Er starb 1836. Sein Sohn Benedikt Seligmann betrieb die Gastwirtschaft bis zu seinem Wegzug 1869 weiter. 1854 ließ er im Garten des Hauses eine Kegelbahn errichten.
Reha Lewinsohn
Rita Lewinsohn
Arthur Lewinsohn
Julian Lewinsohn
<p>Hier wohnte Julian Lewinsohn, Jg. 1927, deportiert 3.3.1943, ermordet in Auschwitz.</p>
Hugo Lewinsohn
Else Lewinsohn, geb. Lange
Alte Synagoge Hochberg (Remseck)
An der Fassade ist noch heute die Lage des Betsaals zu erkennen: Im 2. Stock links zeugen die höheren Fenster vom ursprünglich dahinter liegenden Betsaal. Nach rabbinischer Tradition sollte die Thoranische an der höchsten Stelle im Haus platziert sein. Der Dachboden darüber sollte nicht genutzt werden.