„Berliner Warenhaus“ von Max Gabbe
<p>Max Gabbe eröffnete 1903 das Berliner Warenhaus. 1932 war er zweiter Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde. </p>
Wohnhaus von Siegmund Eichenbronner
Siedmund Eichenbronner war 1932 erster Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde.
Religionsschule der Gemeinde
Zur Besorgung religiöser Aufgaben der Gemeinde war in der Zeit des 19./20. Jahrhunderts kein eigener Lehrer angestellt. Vielmehr kam regelmäßig ein auswärtiger Lehrer in die Gemeinde. Die jüdische Gemeinde, die sich selbst "Jüdische Religionsvereinigung e.V." nannte, gehörte zum Landesrabbinat Sachsen-Weimer-Eisenach mit Sitz in Eisenach. Zum Unterricht der damals fünf jüdischen Kinder kam um 1924 Lehrer Jungmann aus Gotha wöchentlich in die Gemeinde.
Jüdisches Viertel (Ilmenau)
Im 16. Jahrhundert werden zwischen 1508 und 1565 mehrfach jüdische Einwohner genannt (1508 wird namentlich Jud Jarow erwähnt). 1555 wurden die Schutzbriefe der in der Grafschaft Henneberg lebenden Juden nicht mehr verlängert, was zu ihrer Ausweisung bis 1566 führte.
Vermutlich an die jüdische Ansiedlung des 16. Jahrhunderts erinnerte noch lange das "Judentor", von dem aus die noch im 19. Jahrhundert sogenannte "Jüdengasse" (seit 1860 "Bergstraße", später "Weimarer Straße") zum Markt führte.
Synagoge Gerbergasse (Hildburghausen)
1933 wurde das Bankhaus Strupp verstaatlicht und die an das Bankgebäude angrenzende Alte Synagoge zwangsweise abgebrochen.
Synagoge an der westlichen Stadtmauer
Bis Anfang des 19. Jahrhunderts war jeweils ein Betsaal oder eine Synagoge vorhanden (z.B. 1737 im Zusammenhang mit der Formel zum Judeneid genannt). Am 30. August 1811 konnte eine Synagoge an der westlichen Stadtmauer eingeweiht werden. Der herzogliche Hoffaktor Levi Simon hatte dafür das Geld gegeben und zunächst zwei Gründstücke im Bereich der Unteren Marktstraße mit der damaligen Zählung Nr. 22 und 23 käuflich erworben. Die Einweihung erfolgte mit Erlaubnis Herzog Friedrichs. Die Einweihungsrede hielt Josef Michael Hirsch.
Jüdischer Friedhof (Heilbad Heiligenstadt)
Ein jüdischer Friedhof wurde in Heiligenstadt in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts angelegt. Das älteste Grab ist von 1829. Die in der NS-Zeit letzte Beisetzung war 1940. Möglicherweise gab es auch noch 1947 eine Beisetzung (Pauline Löwenstein in einem Grab ohne erhaltene Inschrift).
Der Friedhof ist umgeben von einem schlichten Holzzaun.
Wohnhaus von Jacob Schwalbe
Jacob Schwalbe war 1932 dritter Vorsitzender der Repräsentanz der Jüdischen Gemeinde. Nach dem Novemberpogrom 1938 wurde er in das Konzentrationslager Buchenwald verschleppt.
Wohnhaus von Armin Grunsfeld
Armin Grunsfeld war 1932 zweiter Vorsitzender der Repräsentanz der Jüdischen Gemeinde. Nach dem Novemberpogrom 1938 wurde er in das Konzentrationslager Buchenwald verschleppt.