Wohnhaus der Familie Gumpert
- HIER WOHNTE PAUL GUMPERT JG. 1888 „SCHUTZHAFT“ 1938 SACHSENHAUSEN FLUCHT 1942 PORTUGAL KUBA
- HIER WOHNTE EVA GUMPERT VERH. ZWIEBEL JG. 1924 FLUCHT 1939 HOLLAND 1940 PALÄSTINA
- HIER WOHNTE FRANZ GUMPERT JG. 1920 FLUCHT 1939 HOLLAND VERHAFTET/DEPORTIERT MAUTHAUSEN ERMORDET 11.8.1941
Wohnhaus von Dina und Martin Eisenhardt
Dina Eisenhardt, geb. Baumblatt (geb. 11. März 1879; gest. 1942) kam ursprünglich aus Schweinfurt. Sie heiratete den Kaufmann Martin Eisenhardt. Zuletzt waren sie in der Rosenstraße 36 gemeldet. Hier befand sich das Jüdische Hospital, das als Judenhaus diente. Ihr Ehemann, der Kaufmann Martin Wilhelm Eisenhardt (geb. 15. September 1877 in Berlin; Todesdatum unbekannt) lebte seit 1919 in Frankfurt (Oder). 1919 wohnten sie Richtstraße 51 und 1925 Grenadierstraße 2 (heute Goethestraße). Zuletzt waren die Eheleute in der Rosenstraße 36 gemeldet.
Wohnhaus der Familien Jacob, Mayer und Stein
- HIER WOHNTE ILBERT JACOB JG. 1900 DEPORTIERT 1942 GHETTO WARSCHAU
- HIER WOHNTE PAULINE JACOB GEB. JACOBSOHN JG. 1874 DEPORTIERT 1942 GHETTO WARSCHAU
- HIER WOHNTE MARGOT MAYER GEB. STEIN JG. 1905 DEPORTIERT RICHTUNG OSTEN TOT 1942
- HIER WOHNTE RUDOLF MAYER JG. 1903 DEPORTIERT 1942 AUSCHWITZ ERMORDET 1943
- HIER WOHNTE WILLY STEIN GEB. SALOMON JG. 1883 DEPORTIERT SCHICKSAL UNBEKANNT
- HIER WOHNTE WILLY STEIN JG. 1880 DEPORTIERT SCHICKSAL UNBEKANNT
Wohnhaus von Rosa und Ludwig Warschauer
Hier wohnten Ludwig Warschauer, geboren am 18. April 1896 in Wittstock und Ehefrau Rosa Warschauer, geb. Borchardt, geboren am 10. Februar 1890 in Zippnow (Polen). Beide wurden bis 6.12.1938 in Sachsenhausen in ’Schutzhaft’ genommen und am 16.6.1943 nach Theresienstadt deportiert. Am 9.10.1944 wurden sie nach Auschwitz deportiert und dort ermordet.
Wohnhaus der Familien Finkelstein und Borgenicht
Frau Fanny Finkelstein, geborene Gross, Jahrgang 1882, abgeschoben nach Polen, Schicksal unbekannt, Massenerschießungen im Oktober 1941 in Nadworna
Herr Moritz Finkelstein, Ehemann von Fanny Finkelstein, Jahrgang 1880, geboren in Boryslaw/Galizien, Schicksal unbekannt
Wohnhaus Goldschmidt mit Pförtnerhaus
Wohnhaus Goldschmidt mit Pförtnerhaus
Wohnhaus Goldschmidt mit Pförtnerhaus
Wohnhaus des Schutzjuden Levin Moses, Zeughändler
Levin Moses (etwa 1721-1808) war der erste Schutzjude, der sich in Luckenwalde ansiedeln durfte. Der Erwerb eines Hauses war nur möglich, da Friedrich der Große seine Porzellanmanufraktur voran bringen wollte.Um ein Privilegium zu erhalten, musste jeder Jude für 300 Taler Porzellan abnehmen und ins Ausland abführen.
Wohnhaus der Familie Rindenau
Frau Dora Rindenau wurde 1883 als Dora Preminger geboren und im Alter von 59 Jahren nach Riga deportiert. Ihr weiteres Schicksal, sowie das ihrer Kinder Berta und Philipp Rindenau, ist unbekannt. Berta Rindenau wurde 1938 mit 19 Jahren in die Heil- und Pflegeanstalt Teupitz eingewiesen. 1942 wurde sie ebenfalls nach Riga deportiert. Ihr ein Jahr jüngerer Bruder Philipp wurde 1938 nach Polen abgeschoben. Von dort konnte er 1939 in die Sowjetunion fliehen.
Wohnhaus von Gerhard Boche
Gerhard Boche wurde 1921 geboren und wegen "wehrkraftzersetzender Äußerungen" 1944 verhaftet, im Alter von 23 Jahren zum Tode verurteilt und 1944 in Berlin-Plötzensee hingerichtet. Auch der Rest seiner Familie hat schwer unter der Zeit der NS-Herrschaft gelitten.