Herrenstraße 14
76133 Karlsruhe
Deutschland
<p>Das Gebäude in der Herrenstraße 14 diente der jüdisch-liberalen Gemeinde Karlsruhes als Gemeindezentrum. Es wurde von den Architekten Robert Curjel und Karl Moser entworfen und bot Platz für vielfältige Einrichtungen wie eine Bibliothek, eine Betreuung für Kinder und Unterrichtsräume.</p><p>Während der nationalsozialistischen Novemberpogrome 1938 wurde das Haus verwüstet und seiner Ausstattung beraubt; in derselben Nacht gingen auch die Synagogen in der Kronenstraße und in der Karl-Friedrich-Straße in Flammen auf.</p><p>Nach 1945 blieb das Gebäude einer der wenigen verbliebenen Anlaufpunkte der jüdischen Bevölkerung in Karlsruhe. Die Gemeinde war stark geschrumpft und zählte 1946 nur noch 91 Personen. Religiöse Zusammenkünfte fanden in einem Nebengebäude im Hof statt, das später abgerissen wurde. Erst mit dem Bau und der Einweihung einer neuen Synagoge in der Nordstadt im Jahr 1971 erhielt die Gemeinde wieder ein eigenes Gotteshaus.</p>