Mansfeld - Händler mit Fellen, Rohprodukten, Metallen und Porzellan
<p>Die Familien Mansfeld waren seit über 100 Jahren in Wustrow, Lüchow und Salzwedel ansässig. Am 10. November 1938 gegen 22 Uhr griff eine Gruppe zivil gekleideter Männer das Haus in der Kalandstraße 5 an und schlug mit Äxten die Schaufenster und das Inventar in Trümmer. Der Anschlag zielte auf den Hausbesitzer Siegmund Mansfeld, er mußte auf Druck der Gestapo für den Schaden auf eigene Kosten aufkommen.
Viehhandel Berthold Fleischmann
Das Haus wurde wegen seines maroden Zustands nach 1995 abgerissen. Im Untergeschoss wohnten Berthold und Ida, im Obergeschoss Tochter Elfriede mit ihrem "arischen" Ehemann Johannes Otto und ihrem Sohn Joachim-Peter. Auf dem Hof hinter dem Haus befanden sich Ställe für die Kühe.
Konfektionswarenhaus F. Beermann
Das wohl bekannteste Kaufhaus Beeskows war das Konfektionswarenhaus F. Beermann. Eröffnet wurde es am 26. April 1860 von Felix Beermann. Dieser übergab es an seinen Sohn Hermann Beermann. Er führte es mit seiner Frau Rosa, die das Familienunternehmen nach seinem Tod übernahm. Der Zentralrat der Jüdinnen*Juden legte Rosa Beermann nahe, dass sie ein solches Unternehmen nicht ohne einen Mann führen sollte. So heiratete sie am 14. September 1935 Ludwig Warschauer, der Manufakturwarenhändler war und führte das Geschäft mit ihm zusammen.
Damenmodengeschäft H. Wallheimer
Das Geschäft zählte zu den wirtschaftlich bedeutenden Gewerbe in Oldenburg.
Kaffeehaus Zuntz sel. Wwe (Berlin)
Das Spandauer Kaffehaus ist eine Filiale der sehr bekannten Zuntz-Kaffeestuben. Die von Rechel Zuntz und ihrem Sohn Leopold 1837 in Bonn unter dem Namen A. Zuntz sel. Wwe. („des seligen Amschel Zuntz Witwe") gegründete Traditionsrösterei Zuntz bestand fast 150 Jahre. Sie entwickelte sich von einem kleinen Kolonialwarenladen zu einer überregional agierenden Firma., die unter anderem Standorte in Berlin und Hamburg unterhielt.
Hamburger & Littauer Konfektionsgeschäft (Braunschweig)
Hamburger & Littauer war ein Geschäft von den jüdischen Kaufleuten Simon Hamburger und Nathan Littauer in Braunschweig. Das Konfektionsgeschäft wurde im Jahr 1888 gegründet und stand im Haus auf dem Kohlmarkt 3-4 in der Innenstadt. Das Modegeschäft war sehr erfolgreich bis zum Zweiten Weltkrieg und jüdischen Boykott jüdischer Geschäfte während des Nationalsozialismus. Ab 1. Mai 1933 wurde das Unternehmen arisiert und trug den Namen "Rosbach & Risse". Inhaber der Firma Hamburger & Littauer waren Paula Rosbach und Siegfried Fröhlich.
Pelzgeschäft der Familie Lehmann (Bernau)
Auf der linken Seite der Straße befand sich das Pelzgeschäft der Familie Lehmann. Im Zuge der Stadtsanierung 1978 wurde auch dieses Haus abgerissen. Zwei Brüder der Familie Lehmann waren praktizierende Christen. Die gesamte Familie Willi Lehmann wurde nach Warschau ins Ghetto transportiert. Der Bruder, Eugen Lehmann, organisierte von Bernau aus den Kontakt zur Familie und Lebensmittellieferungen. Mit seiner Unterstützung konnten Willi und seine Frau außerhalb des Ghettos in einer Pelzfabrik arbeiten. Es gelang die Flucht aus dem Ghetto kurz vor dem Aufstand.