Küsterstraße 9
Niedersachsen
31515 Wunstorf
Deutschland
<p>Seit 1810 bestand in der Nordstraße 14 eine Synagoge in Gestalt eines kleinen Bethauses. Dieses nutzte die wachsende Gemeinde, bis sie 1912 beschloss, das inzwischen baufällig und wohl auch zu klein gewordene Haus zu verkaufen. Im gleichen Jahr wurde in der Küsterstraße 9 ein fünf Jahre altes Wohnhaus erworben und so umgebaut, dass es ab 1913 im Erdgeschoss als Synagoge und Schule genutzt werden konnte. Die Schule bestand aus einem Klassenraum und einem Lehrerzimmer. Im ersten Stock befand sich die Lehrerwohnung, im Dachgeschoss die Hausmeisterwohnung.</p><p>Am 10. November1938 drangen Bordenauer SA-Männer in die Synagoge ein und legten im östlichen Teil der Synagoge Feuer. Örtliche SA-Männer wiesen darauf hin, dass im Obergeschoss der Synagoge eine christliche Hausmeisterfamilie wohnte. Das Feuer konnte gerade noch rechtzeitig gelöscht werden. Danach demolierten die SA-Schlägertruppen das Innere der Synagoge.</p><p>Ab 31. März 1942 wurden jüdische Mieter und Untermieter vor ihrer Deportation in verschiedene Konzentrationslager im geschändeten Synagogengebäude zwangsweise eingewiesen. </p>




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