Lange Straße 31
27804 Berne
Deutschland
<p>Zunächst war ein Betraum vorhanden. Er befand sich wie die jüdische Schule (1814 genannt) im Haus des Manleib Insel. 1834 bezeichnete Landrabbiner Hirsch den Betraum für zu klein, "so dass auf ein größeres Lokal Bedacht zu nehmen" sei. Aus der Kritik des Rabbiners am Gottesdienst als "nicht pünktlich, nicht regelmäßig, nicht würdig" wurden danach Konsequenzen gezogen. Auch plante man in der Folgezeit eine Synagoge. Dazu konnten die jüdischen Familien 1838 ein Haus mit Grundstück an der Hauptstraße des Ortes kaufen. Der Altbau wurde abgebrochen und durch ein neues Gebäude ersetzt. <br />Die Synagoge konnte am 18./19. August 1840 durch Landrabbiner Samson Raphael Hirsch eingeweiht werden. Dieser beschrieb das neue Gotteshaus als "recht würdig und dem Zweck entsprechend". Die Sitzbänke in der Synagoge waren entlang den Außenwänden aufgestellt. Im Toraschrein waren Torarollen vorhanden. <br />Nach 1933 wurden auf Grund der zurückgegangenen Zahl der jüdischen Einwohner wohl kaum noch Gottesdienste in der Synagoge abgehalten. Im Laufe des Jahres 1938 wurde das Gebäude verkauft. Dadurch blieb es beim Novemberpogrom 1938 unzerstört. Die noch vorhandenen Ritualgegenstände wurden allerdings von SA-Trupps aus der ehemaligen Synagoge herausgeschleppt und auf einem nahen Sportplatz verbrannt</p>
