Ingolstädter Straße
80939 München
Deutschland
1937 wurden rund 200 Häuser für bedürftige Arbeiterfamilien als „Reichskleinsiedlung Kaltherberge“ erbaut. Ende 1945 wurden sie von der US-Militärregierung beschlagnahmt. Alle deutschen Bewohnerinnen und Bewohner mussten — unter Zurücklassung des Mobiliars — ihre Häuser verlassen, damit etwa 2 000 jüdische DPs einquartiert werden konnten. Zusätzlich entstanden dort eine Schule, eine Synagoge, ein Sportverein und ein Kindergarten. Ab dem Jahr 1949 konnten die früheren Bewohnerinnen und Bewohner wieder in ihre Häuser zurückkehren. Im Mai 1950 zogen die letzten DPs aus.
Dieser Eintrag wurde im Rahmen der Online-Ausstellung „München Displaced ONLINE“ unseres Kooperationspartners Jüdisches Museum München erstellt.
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