Hilde Alexander-Katz (geb. Hochwald) wurde am 12.12.1902 in Berlin geboren und starb 1992 in Haifa. Sie begann ihre Karriere als Kindergärtnerin für außerehelich geborene Kinder. Nach dem Studium an der an der Sozialen Frauenschule in Berlin Schöneberg (1927-1929) war sie in einem jüdischen Waisenhaus, in einem 'Kinderlandheim' und im jüdischen Kinderfürsorgeamt tätig und hatte diverse leitende Tätigkeiten als Kindergärtnerin und in der jüdischen Wohlfahrtsschule inne. Sie arbeitete auch in der von Bertha Pappenheim, einer Führerin der jüdischen Frauenbewegung, gegründeten Einrichtung für jüdische Mädchen. Später begann Hochwald im Jüdischen Kinderhaus des Arztes und Pädagogen Siegfried Lehmann in Kowno (Litauen) zu arbeiten, um Kinder auf die Einwanderung nach Palästina vorzubereiten. Sie selbst wanderte 1929 nach Palästina aus und ließ sich schließlich in Haifa nieder, wo sie bald zur Leiterin einer Kinderkrippe der Women’s International Zionist Organisation (WIZO) wurde. Nachdem sie als Sozialarbeiterin in der Jugend-Aliyah gearbeitet hatte, wurde sie später zur leitenden Sekretärin der Gewerkschaft der Krankenschwestern, Sozialarbeiter:innen und Pharmazeut:innen, die die Tür zur Integration der professionellen Sozialarbeit in die Arbeiter:innengewerkschaft öffnete. 1934 wurde sie von der deutschen Sozialarbeitspionierin Siddy Wronsky beauftragt, Pflegefamilien und -einrichtungen zu kartieren, zu untersuchen und dabei den Status dieser Kinder zu überwachen. Von 1941 bis zu ihrer Pensionierung 1967 leitete sie das Büro für Sozialarbeit in Haifa, wo sie das Konzept der Teamsitzungen und der sozialen Notfallarbeit einführte und eine Kinderkrippe, Kleiderkammern und eine Suppenküche einrichtete. Auch publizierte sie in internationalen Zeitschriften und gehörte 1957 dem beratenden Ausschuss des Wohlfahrtsministers Moshe Shapira an.
Autor:innen: Ayana Halpern, Dayana Lau

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