Kaufhaus - Nathan Israel
<p>Der Familie Israel gelang es, aus einem kleinen Familienhandel ein großes Kaufhaus aufzubauen. Nathan Israel war ein jüdischer Kaufmann, der 1815 das Kaufhaus N. Israel gründete. Die Führung wurde innerhalb der Familie weitergegeben. Unter der Führung der Brüder Berthold und Hermann Israel vergrößerte sich das Kaufhaus stark, sodass 1.300 Mitarbeiter*innen beschäftigt werden konnten. Sie exportierten und verkauften Reiseartikel, Modeartikel, Geschenkartikel, Möbel und Putzartikel.
E. Harburger & Söhne - Eisen- und Metallwarengeschäft
In der Zeitung " Der Israelit " vom 7. Mai 1891 sucht das " Eisen- und Metallwarengeschäft E. Harburger & Söhne " einen Lehrling.
Weiß- und Wollwarengeschäft - J. Danziger
Der erste Besitzer und Inhaber des "Weiß-und Wollwarengeschäfts J. Danziger" Isidor Danziger war mit Regina Baumann verheiratet. Im Juli 1919 verkaufte er sein Geschäft an Rosa Appel. Diese führte das Geschäft weiter unter dem Namen "J. Danziger Nachfolger", verkaufte es aber bereits im Dezember 1919 an ihren Ehemann Philipp Mendelsohn. Auch 1931 war das Geschäft noch unter dem Namen "J. Danziger Nachfolger" in der Kaiserstraße 9 ansässig.
Geschäft für Damenhüte und Modewaren - Barrasch-Lissmann
Inhaber des Geschäfts für Damenhüte und Modewaren Barasch-Lissmann waren Hanna Auerbach, geb. Lissmann und Willy Mayer. Nach der Heirat der Inhaberin Hanna Lissmann mit dem Frankfurter Sanitätsrat Dr. Siegmund Auerbach 1923 wurde Willy Mayer Geschäftsführer. 1933 übernahm Willy Mayer den Laden. Doch noch im selben Jahr fanden die ersten Boykotte gegen jüdische Geschäfte und Betriebe statt. 1938 eröffnete das Geschäft unter dem Namen Damenhut - Spezialgeschäft Wildt.
Modewaren - Louis Eisig
Das Haus Kaiserstraße 6 gehörte dem Ehepaar Wilhelm Eisig und Hedwig Eisig, geb. Strauss. das Ehepaar lebte in einer Mietwohnung in der Schillerstraße 90. Im Haus in der Kaiserstraße 6 führte Wilhelm Eisig bis zu seinem Tode 1927 ein Geschäft für Damenkonfektion. Nach dem Tod von Wilhelm Eisig vermietete seine Frau das Geschäft an Adolf Oppenheimer, der ab 1931 dort zusammen mit seiner Frau Thekla das "Spiers Schuhwarenhaus" betrieb. Bei den Boykottierungen jüdischer Geschäfte am 1. April 1933 gehörte auch das Salamander - Schuhgeschäft mit dazu.
Musikalienhandlung - Hermann Oppenheimer
Bevor Hermann Oppenheimer 1867 seine Musikalienhandlung eröffnete, bestritt er seinen Lebensunterhalt als Musiklehrer. Die Musik bestimmte sein Leben. Nach der Komposition einer Polka - Mazurka folgt 1858 ein Harmoniumkonzert im Rathaussaal von Hameln. Zum "50-jährigen Jubelfest der deutschen Turner" 1861 lag sein "Opus 10" gedruckt vor. Zum Verkauf von Musikalien war er auch noch als Konzertveranstalter tätig und hatte viele Verdienste um das Musikleben Hamelns.
Tuch- und Modewaren - Isaac Prager
Landesprodukte - Isac Rosenstein
Ein "Moritz Rosenstein - Landesprodukte", Paulinenstraße 10, später Marktplatz 3, wird bereits auf Grund von Ratsprokollen bis ca. 1857 in den Aufzeichnungen erwähnt. Ob es sich bei "Isac Rosenstein, Landesprodukte" um dieselbe Firma handelt, ist nicht bekannt, aber naheliegend. Die oben angegebene Firmenadresse ist die von Moritz Rosenstein.
Webwaren - Groß und Einzelhandel Jakob D. Reis - Moses Reis
Moses, Baruch und Max Reis führten zusammen den Webwarengroß- und Einzelhandel Jakob D. Reis. Moses Reis war einer der Mitbegründer der Israelitischen Religionsgemeinschaft Adass Jeschurun, in der er auch als Schatzmeister tätig war. Eine der sich im Besitz der Gemeinschaft befindlichen Thorarollen war am 11. Januar 1933 vom damaligen Vorsteher Heinrich Scheuer und Moses Reis gespendet worden.