Zschochernstraße 32
07545 Gera
Deutschland
Das Mehrfamilienhaus gehörte dem Anwalt, Richter und Notar Max Carl Hauptmann. Nachdem er im Ersten Weltkrieg als Frontkämpfer sein linkes Bein verloren hatte, studierte Hauptmann Jura in Jena und Heidelberg. Seit 1920 war er in verschiedenen Positionen in Gera tätig. Er selbst wohnte in der Tivolistr. 8, später in der Amthorstr. 1a, und vermietete die Wohnungen seines Hauses. Seit Mitte der 30er-Jahre vermietete er verstärkt an mittellose und bedürftige Jüdinnen*Juden und verdiente nach seinem sukzessive eintretenden Berufsverbot (verzögert durch das "Frontkämpferprivileg") mit den Mieten seinen geringen Lebensunterhalt. Hauptmann floh 1937 nach Argentinien. 1938 wurde sein Haus in ein "Judenhaus" umgewandelt, in dem 1939 auch zwischenzeitlich seine Eltern Rosalie und Gustav lebten.
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