Mühlentorstraße 7
Niedersachsen
31547 Rehburg-Loccum
Deutschland
<p>Ab 1835 verfügte die kleine jüdische Gemeinde über eine Synagoge in der Mühlentorstraße, die in einem angekauften schon bestehenden Hause untergebracht war. Nach dem Erwerb des Gebäudes durch die jüdische Gemeinde waren Umbauten vorgenommen worden: So befand sich im Erdgeschoss des rückwärtigen Hausteils der ca. 45 qm große Betsaal; eine schmale Empore auf der Westseite war den Frauen vorbehalten. In der Westwand entstand ein kleiner Erker, der als Thora-Schrein diente. In den anderen Räumen waren eine Religionsschule und Wohnräume untergebracht. Dem Synagogengebäude war auch eine Mikwe angeschlossen.</p><p>Am 09.11.1938 / 10.11.1938 - Novemberpogrome - wurde die Synagoge von SA-Schlägertrupps aus Loccum und Münchehagen ausgeräumt und das zerschlage Inventar von ihnen auf dem Marktplatz verbrannt. Im Frühjahr 1939 sah sich der Vorsteher der jüdischen Gemeinde gezwungen, das Synagogengebäude unter Wert an einen Schuhmachermeister zu verkaufen.</p><p>Das Synagogengebäude wird seit 1939 als Wohnhaus genutzt. Eine Hinweistafel zur Geschichte des Gebäudes sucht man vergeblich. Lediglich ein Stolperstein (Schwelle) erinnert schüchtern an die Errichtung und Zerstörung der Synagoge.</p><p> </p><p> </p><p> </p>

DIE SYNAGOGE
DER JÜDISCHEN GEMEINDE REHBURG
IN DIESEM HAUS EINGERICHTET 1835
ZERSTÖRT 1938
