Friedrich-Ebert-Straße 5
66119 Saarbrücken
Deutschland
<p>Oskar Scheuer wurde am 2. April 1877 in Saarbrücken-St. Johann geboren. Seine Eltern waren Der Kaufmann Gabriel Scheuer, geb. am 7. März 1844 in Bernkastel und seiner Frau Barbara, geb. Lazar, geb. am 29.Mai 1850 Saarlouis. Aufgewachsen in St. Johann studierte Oskar Scheuer nach dem Abitur von 1896-1900 Rechtswissenschaften in München, Berlin und Bonn. 1904 ließ er sich als Anwalt in Saarbrücken nieder. Er war Vorsitzender des Anwaltsvereins, Vorsitzender des Schiedsgerichts der Produktenbörse, Mitglied des Saarbrücker Stadtrates (1922-1932 und vertrat die Stadt Saarbrücken in zahlreichen Prozessen. Als Vorsitzender der Deutschen-Demokratischen Partei des Saargebietes war er auch Mitglied des Landesrates in der 1. Wahlperiode. Dr. Oskar Scheuer wohnte seit 1904 in der Luisenstraße 40 und ab 1931 in der Uhlandstraße 7.Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten und dem in Folge am 7. April 1933 erlassenen Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums, kurz Berufsbeamtengesetz (BBG) - Zielsetzung - Entfernung aller Juden, Menschen jüdischer Herkunft und politisch unerwünschte Personen aus dem Staatsdienst - wurde auch Dr. Oskar Scheuer die Existenzgrundlage entzogen. In Folge seines Auschlusses aus der Anwaltskammer erlitt er im Frühjahr 1935 einen Nervenzusammenbruch. Im September 1935 emigrierte Dr. Oskar Scheuer mit seiner Frau und seinen beiden Kindern nach Luxemburg und 1939 schließlich nach Palästina. Die erlittenen Repressionen und die Folgen des Nervenzusammenbruchs ließen Dr. Oskar Scheuer Zeit seines Lebens nicht mehr los. Dr. Oskar Scheuer starb am 22. Januar 1966 in Tel Aviv.</p>
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