Falkertstraße 88
Baden Württemberg
70176 Stuttgart
Deutschland
<p>Albert Harburger erblickte 1871 das Licht der Welt. Am 4. April 1922 heiratete er in Stuttgart Johanna Rosenthal, geb. am 15. Januar 1887 in Beerfelden im Odenwald. Das Ehepaar hatte einen Sohn - Kurt Siegfried, geb. 1923. Albert Harburger war freier Vertreter bei der Firma Ludwig Povel & Co in Nordhorn. Bereits 1935 verlor er seine Arbeitsstelle aufgrund seiner jüdischen Abstammung. Die Familie lebte seit ihrer Eheschließung in Stuttgart in der der Halpertstraße 105 zur Miete. Noch 1936 erwarb Albert Harburger ein der Wohnung gegenüberliegendes Grundstück, Falkertstraße 88 und baute darauf ein ein zweistöckiges Wohnhaus. Allerdings starb Albert Harburger am 18. Dezember 1936 und konnte den Umzug ins neu gebaute Haus nicht mehr mit erleben. Johanna Harburger und der 13jährige Kurt Siegfried waren beim Umzug ins neue Eigenheim auf sich allein gestellt. 1937 zog Johanna Harburgers Mutter Sophie Rosenthal von Beerfelden zu ihrer Tochter nach Stuttgart in die Falkertstraße 88. Offiziell meldete sie sich 1940 nach Stuttgart um. Kurt Harburger emigrierte im März 1938 nach England, machte dort mit Unterstützung von amerikanischen Verwandten eine Schulausbildung und wanderte 1946 in die USA aus, um dort eine Berufsausbildung zu machen. Im Zuge der Zielsetzung die Städte judenfrei zu machen wurden Johanna Harburger und ihre Mutter Sophie Rosenthal nach Weißenstein ins jüdische Altersheim umgesiedelt. Für Sophie Rosenthal stand noch ein weiterer Umzug an nach Dellmensingen bei Ulm. Johanna Harburger wurde am 1.Dezember 1941 vom Stuttarter Hauptbahnhof aus nach Riga deportiert und dort am 26. März 1942 ermordet. Sophie Rosenthal wurde vom Sammellager auf dem Killesberg am 22.August 1942 nach Theresienstadt deportiert und kam dort am 9.September 1942 zu Tode.</p>


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