Skotzki, Bertha geb.Wagner

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90
Kategorie
Adresse

Tabbertstraße 12
Berlin
12459 Berlin
Deutschland

Früherer Straßenname
Tabbertstr. 12
Koordinate
52.467477, 13.50255

<p>Bertha Wagner wird am 10.Januar 1868 in Breslau als zweite Tochter des David Wagner (1837-1909) und seiner Frau C&auml;cilie Auerbach (1842-1912) geboren. Der Vater betreibt damals schon seit einigen Jahren in der aufbl&uuml;henden Stadt eine Getreide-, Klee- und Futtermittel-Grosshandlung. Die Mutter entstammt einer K&uuml;rschner- und Pelzh&auml;ndler-Familie aus Danzig. Sp&auml;ter kommen neben der erstgeborenen Sophie (geb. 1866) noch 5 weitere Geschwister dazu: Elisabeth(geb.1869), Ottilie (geb.1870), James John (geb.1872), Kurt (1880 - 1903) sowie Willi Neumann (geb.1882). Bertha heiratet 1891 den Breslauer Kaufmann Philip Skotzki (1859-1917). Er ist in der Textilbranche t&auml;tig. Gemeinsam haben sie drei Kinder: Walter Jakob (geb. 1892), Edith (geb.1893) und G&uuml;nther (geb.1898). Nach dem Tod ihres Ehemanns f&uuml;hrt Bertha zusammen mit ihren S&ouml;hnen die Gesch&auml;fte weiter. Um 1934 f&uuml;hrt dann ihr Sohn G&uuml;nther eine Steppdeckenfabrik unter dem Namen seines Vaters in Breslau. Walter Jakob ist inzwischen als Architekt in Breslau und Berlin t&auml;tig. Sohn G&uuml;nther heiratet 1926 Charlotte Feldmann, die Tochter ihrer gro&szlig;en, in Berlin -Obersch&ouml;neweide mit dem F&auml;rbereibesitzer Simon Feldmann verheirateten Schwester, Sophie Feldmann. G&uuml;nther und Charlotte leben mit ihren zwei T&ouml;chtern Helga (geb.1927) und Inge (geb.1928) vorwiegend in Breslau. Seit 1936 betreibt G&uuml;nther eine Strickgarn- und Knopfleistenfabrik in der Tabbertstr.14 - immer noch unter dem Namen seines Vaters.&nbsp;Berthas Schwester Sophie Feldmann verliert in Berlin in k&uuml;rzester Zeit ihren Sohn Fritz (Ende 1938), der die F&auml;rberei nach dem Tod seines Vaters weiterf&uuml;hrte, sowie ihre Tochter &nbsp;&nbsp; Ruth (Ende 1939). Beide sind Opfer der Verfolgung. Daraufhin fl&uuml;chten Sophies Schwiegertochter Bertha geb. Lindheimer mit ihrer Mutter Rega Recha Lindheimer im Sommer 1939 nach Belgien. Sie werden sp&auml;ter in Auschwitz ermordet.</p><p>Bertha wohnt 1939 mehrere Monate in Berlin, um ihre Schwester Sophie zu unterst&uuml;tzen. Im Januar 1942 begeht Sofie Feldmann Suizid um der drohenden Deportation zu entgehen.</p><p>Bertha Skotzki wird gemeinsam mit ihrer Schwester Ottilie Schwedenberg aus Breslau am 26.7.1942 nach Theresienstadt deportiert und stirbt dort am 27.12.1942.</p>

Medien
Stolperstein von Berta Skotzki
Aufnahmedatum
03.03.2023
Fotografiert von
Anke Schwanke
ggf. Urheber / Künstler
Anke Schwanke
Schwaho
Bildquelle (Woher stammt das Bild)
Privat
Breite
4608
Höhe
3456
Lizenz
CC BY-SA 4.0
Literatur
Biographie Willi Neumann Wagner
Es war ihr Zuhause - Juden in Köpenick Gerd Lüdersdorf
Recherche Stolpersteininitiative Schöneweide
Redaktionell überprüft
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