Tabbertstraße 12
Berlin
12459 Berlin
Deutschland
<p>Am 1. September 1896 wurde Fritz als sechstes Kind in der Familie vom Färbereibesitzer Simon und Sophie Feldmann (geb. Wagner) in Berlin geboren. Damals wohnte die Familie noch in der Stralauer Straße 41. Wie seine Geschwister ergriff Fritz einen praktischen Beruf. Nach dem Tod seines Vaters Simon im Jahr 1925 übernahm Fritz gemeinsam mit seiner Mutter die Führung der Färberei. Fritz führte den Betrieb weiter, so wie dieser von seinen Eltern aufgebaut wurde. Die Färberei hatte rund 100 Arbeiter und Angestellte. Nach den Erinnerungen von Willi Neumann Wagner, war diese Färberei in der Textilbranche sehr bekannt und angesehen. Fritz heiratete Berta Lindheimer 1934 in Nassau (Lahn) und lebt mit ihr in der Tabbertstraße 14. Die Ehe blieb kinderlos. </p><p>In der Folge der antijüdischen Gesetze nimmt Fritz sich das Leben am 29.11.1938. Er wurde nur 42 Jahre alt. Die Aussagen zu seinem Tod sind widersprüchlich. Eine Quelle spricht, davon, dass er sich erschossen hat. Die andere Quelle, die Erinnerungen von Willi Neumann Wagner, sagt aus, dass er an Angina pectoris leidend, an Herzversagen gestorben ist. Willi Neumann beschreibt, dass er noch am 27. November 1938 in seiner Wohnung in der Güntzelstraße mit Fritz Feldmann ein Detail der Kapitalabgabe besprochen hat. Am 28. November 1938 ging Fritz Feldmann zum Finanzamt, um eine Aussetzung der Zahlung zu erreichen. Dieser Versuch war jedoch erfolglos. Am Nachmittag musste er sich hinlegen und beim Frühstück am nächsten Morgen ist er dann verstorben. Die Belegschaft, die teils mehr als drei Jahrzehnte in der Färberei gearbeitet hatte, durfte an der Beisetzung nicht teilnehmen. Seine 15 Jahre jüngere Frau Berta flüchtete nach Belgien und heiratete erneut. Sie entkam aber trotzdem nicht der Verfolgung und wurde im August 1942 nach Auschwitz deportiert und ermordet.</p>
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