Tabbertstraße 12
Berlin
12459 Berlin
Deutschland
<p>Sophie Feldmann (geb. Wagner) Sophie Wagner wird am 30. Juli 1866 in Breslau, Schlesien (heute Polen) geboren. Ihr Vater David Wagner (geb. in Milcz 29.10.1837 und gest. 26.01.1910 in Breslau) führt eine Getreide-, Klee-, und Futtermittelgroßhandlung in Breslau. Die Mutter Cäcilie führt den Haushalt und kümmert sich um Sophie und ihre sechs Geschwister. Am 7.3.1886 heiratet Sophie in Breslau den Färbereibesitzer Simon Feldmann, welcher am 06.05.1853 in Boskowitz (Mähren, damals Österreich) geboren wurde. Als Simon Feldmann das alte Fabrikgebäude zu klein wurde, erwirbt er im Jahr 1898 im Berliner Vorort Schöneweide ein ausgedehntes, an der Spree gelegenes Grundstück. Sophie bekommt sieben Kinder, wobei zwei bereits im Kleinkindalter sterben. Elsa, Margarete, Charlotte, Fritz und Ruth wachsen in Oberschöneweide auf. Im Jahr 1925 stirbt Simon und Sophie und Fritz übernehmen die Leitung der Färberei und die Weiterführung des Unternehmens. Mit der Machtergreifung der Nazis und vielen Repressalien können viele deutsche Juden kaum noch ihre Existenz halten. Ihr Sohn Fritz stirbt am 29.11.1938 in Folge der Repressalien. Am 12.11.1939 verliert Sophie ihre Tochter Ruth, die an den Folgen einer Lungentuberkulose und Erschöpfung stirbt. Auch Sophie ist mittlerweile schwer krank. Am 10.1.1942 kommt ein Gestapobeamter in die Tabbertstraße 14, um die Anordnung für Sophies Ausweisung und Deportation zu klären. Aufgrund dieser Ereignisse nimmt sich Sophie mit einer hohen Dosis Schlafmittel das Leben und entzieht sich damit ihrer Deportation. Sie stirbt am 15.01.1942.</p>
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Es war Ihr Zuhause - Juden in Köpenick von Gerd Lüdersdorf
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