Löwengrube 20
Bayern
80333 München
Deutschland
<p>Heinrich (Hirsch) Aufhäuser wurde am 1. März 1842 in Hainsfarth geboren.Seine Eltern waren der Rauchwarenhändler Moses Löb Aufhäuser und die Münchener Privatbankierstochter Cäcilie Oberndoerffer.1855,- mit 13 Jahren erlernte er das Bankgeschäft in der Bank des Joel Nathan Oberndoerffer.Am 14.Mai 1870 gründete er in der Münchner Innenstadt gemeinsam mit dem Kaufmann Samuel Scharlach die Privatbank Aufhäuser & Scharlach.1872 erhielt Heinrich Aufhäuser das Bürgerrecht der Stadt München und heiratete 1873 Rosalie Berliner (1850–1924).Die vorzügich laufenden Bankgeschäfte und die hohe Mitgift seiner Braut ermöglichten es Heinrich Aufhäuser seinen Partner Samuel Scharlach bis 1892 auszubezahlen.Ab 1894 führte er die Privatbank als alleiniger Inhaber nun unter dem Namen Bankhaus H. Aufhäuser weiter.Der weiterhin gut gehenden Geschäfte wegen kaufte Heinrich Aufhäuser um 1899 das in unmittelbarer Nachbarschaft gelegene Anwesen Löwengrube 20.Das Ehepaar Aufhäuser hatte fünf Kinder-drei Mädchen-zwei Söhne,- Martin (1875-1944) und Siegfried (1877-1949). 1901 nahm Heinrich Aufhäuser seinen ältesten Sohn Martin als Teilhaber in das Bankhaus auf.Heinrich Aufhäuser begann seine Bankierslaufbahn in London und erhielt 1907 die britische Staatsbürgerschaft.Schon 1876 war Heinrich Aufhäuser in den Vorstand der Münchner Börse,1899 in den des Münchner Handelsvereins gewählt worden.1914 wurde Heinrich Aufhäuser von König Ludwig III. der Titel eines Königlich Bayerischen Kommerzienrats verliehen.Auch in der Israelitischen Kultusgemeinde hatte sich Heinrich Aufhäuser stark eingebracht.1892 wurde er in deren Vorstand gewählt.Am 25.September 1917 starb Heinrich Aufhäuser.1921 wurde auch Heinrich Aufhäuser jun. Teilhaber der Bank und die Brüder leiteten zusammen das Bankhaus.Im Zuge der Reichspogromnacht wurde das Bankhaus verwüstet und Martin Aufhäuser im KZ Dachau inhaftiert. 1939 emigrierten beide Brüder. Das Bankhaus wurde komplett ‚arisiert‘ und unter dem Namen Seiler & Co. fortgeführt.</p>


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