Prenzlauer Allee 29
Berlin
10405 Berlin
Deutschland
<p>Der Kürschner Joseph Salomon, am 21.4.1866 in Neustadt bei Pinne geboren, heiratete 1889 in Berlin die Schneiderin Emilie Charlotte Auguste Koeppen. Schon kurz nach der Hochzeit kam am 13.3.1890 der erste Sohn, Martin Franz, zur Welt. Am 11.1.1894 folgte dann Alfred Leopold.</p><p>1935 kaufte Josef Salomon ein Mietshaus in Berlin-Wilmersdorf, Nassauische Str.36, das er drei Jahre später zwangsversteigern musste. Am 12.3.1943 nahm er sich in seiner Wohnung in der Prenzlauer Allee das Leben. Die Ehefrau hatte 1941 ihren Austritt aus der jüdischen Gemeinde erklärt und blieb in Berlin. Die Söhne verließen Deutschland: Martin Franz ließ sich als Verlagsbuchhändler in London nieder. Seine Frau Erna Meta Viktoria Stensch hatte er allerdings zurück gelassen. Sie wurde 1942 deportiert, im August 1944 verstarb sie im KZ Stutthof. Alfred Leopold war nach Managua/Nicaragua gezogen, wo er als Arzt arbeitete. 1941 kam hier sein Sohn Alfredo zur Welt.</p><p>1949 stellte Emilie Salomon einen Antrag auf Rückerstattung des Grundstücks in der Nassauischen Straße. Da sie im Verlauf des langen Verfahrens 1951 verstarb, übernahmen ihre beiden Söhne die Rechtsnachfolge. Erst 1954 kam es zum Vergleich, den Martin Franz nur um wenige Monate überleben sollte. Der wieder in Berlin ansässige Arzt Dr. Alfred Salomon, mittllerweile Alleinerbe, veräußerte kurz vor seinem Tod 1957 das Haus und vermachte die spärliche Verkaufssumme seinem noch minderjährigen Sohn Alfredo.</p>


https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de&s_id=&s_lastName=Salomon&s_firstName=Josef&s_place=Berlin&s_dateOfBirth=&cluster=true
https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de1148423
Amtsgericht Charlottenburg, Grundbuchamt, Akten Berlin-Wilmersdorf, Bd.151 Blatt 4537 Vol.IV.V
LA Berlin 42 WGA 67/50
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