Littenstraße 2
10179 Berlin
Deutschland
<p>Isaak Adler, geb. 1837 in Obergimpern (Baden) und sein Schwager Ferdinand Oppenheimer aus Kleinhausen (Bergstraße) gründeten in Straßburg am 6. Mai 1872 die Adler & Oppenheimer OHG Ledergroßhandlung. Bereits am 10. Juni 1872 errichteten sie im Straßburger Stadtteil Montagne-Vertedie eine Lederfabrik.1889 bauten zwei Kinder der Gründer, Friedrich Léon Adler und Julius Oppenheimer eine neue Gerberei in Lingolsheim.1900 wurde das Unternehmen in die Aktiengesellschaft Adler & Oppenheimer A.-G., Strassburg i. Els. umgewandelt, in der vier Söhne der Gründer den Vorstand der Aktiengesellschaft bildeteten - Otto und Carl Adler (1872–1957) sowie Clemens und Julius Oppenheimer (1874–1939).Hergestellt wurden vor allem Schuhleder und andere hochwertige Lederwaren von internationalem Ruf. 1910/1911 wurde eine neue Fabrik zur Produktion von Rinderleder („Lederwerke Neustadt in Mecklenburg“) in Neustadt-Glewe errichtet.Vor Ende des Ersten Weltkriegs kam es zum Erwerb der Aktienmehrheit der Lederfabrik Emil Köster AG in Neumünster durch Adler & Oppenheimer. Im Januar 1919 wurde der gesamte elsässische Besitz von Adler & Oppenheimer von der französischen Militärverwaltung beschlagnahmt. Am 17. März 1920 kam es zur Ausweisung der Gründerfamilien nach Deutschland. Sie mussten Frankreich verlassen. Am 31 März 1920 wurde der Sitz des Unternehmens nach Berlin verlegt. In Frankfurt am Main, Köln und Pirmasens wurden Verkaufsniederlassungen gegründet und in den Niederlanden und Luxemburg wurden Lederfabriken gekauft. Mitte der 1930er Jahre kam es zu ersten antijüdischen Ausschreitungen gegen das Verwaltungsgebäude im Neustadter Werk. Paul Oppenheimer,ein weiterer Sohn des Firmengründers Ferdinand Oppenheimer baute in den Jahren 1936/1937 eine Gerberei im englischen Littleborough auf. 1946 lebte Paul Oppenheimer selbst in Littleborough.Sein Bruder Clemens Oppenheimer emigrierte mit seiner Familie in die Schweiz und lebte dort bis nach dem Krieg.</p>
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