Synagoge Laudenbach bei Karlstadt

Complete profile
100
Kategorie
Adresse

Bandwörthstraße/Mühlbacher Straße
97753 Laudenbach bei Karlstadt
Deutschland

Koordinate
49.94786364085, 9.7678181227322

<p>Die Synagoge in Laudenbach z&auml;hlt zu den &auml;ltesten, in ihrer &auml;u&szlig;eren Gestalt heute noch erhaltenen Dorfsynagogen in Deutschland. Ihre Entstehungszeit reicht in das 17. Jahrhundert zur&uuml;ck. Sie wurde in dieser Zeit nicht nur von j&uuml;dischen Familien aus Laudenbach selbst genutzt sondern auch von Juden aus den umliegenden Ortschaften. Im Jahr 1736 bekam das Geb&auml;ude seine heutige Gestalt. Im Inneren des Hauses sind vielfache Umbauma&szlig;nahmen und Versch&ouml;nerungen nachweisbar. Unter dem heute wei&szlig;en Kalkanstrich liegen elf Schichten von Wandbemalungen aus verschiedenen Epochen. Im 18. Jahrhundert wurde die Frauenempore vergr&ouml;&szlig;ert und umspannte den Versammlungsraum in einer H&ouml;he von ca. drei Metern hufeisenf&ouml;rmig. 1885 wurden die s&uuml;d&ouml;stliche Wand und der Thoraschrein neu gestaltet, statt Synagogenst&uuml;hle wurden nun B&auml;nke eingebaut. Im Jahr 1902 wurden in die Gew&ouml;lbedecke zur besseren Belichtung der Frauenempore vier Dachfenster eingebaut, noch im Jahr 1926 erfolgte eine letzte Renovierung.</p><p>W&auml;hrend des Novemberpogroms am 10. November 1938 wurde die Inneneinrichtung der Synagoge&nbsp;durch SA-Leute und Teilen der Bev&ouml;lkerung herausgebrochen und in einem gro&szlig;en Feuer direkt vor dem Geb&auml;ude vernichtet. Auf das vollst&auml;ndige Niederbrennen des Geb&auml;udes&nbsp;verzichtete man wegen der engen Bebauung. Im Jahr 1945 bekam die Synagoge in Folge von Kriegshandlungen einen Granatentreffer in die mainseitige Wand. In der Zeit von 1950 bis 2013 war das Haus in Privatbesitz und wurde als Maschinenhalle und landwirtschaftlicher Lagerraum genutzt. Im Jahr 2013 gr&uuml;ndete sich der Verein &quot;F&ouml;derkreis ehemalige Synagoge e.V.&quot; der das Geb&auml;ude und die anderen Einrichtungen der ehemaligen j&uuml;dischen Gemeinde Laudenbach zu erhalten versucht. Heutige Besitzerin ist die Stadt Karlstadt.</p>

Ereignisse
Beschreibung
im Rahmen einer Pfarrvisitation.
Datum Von
1657-01-01
Datum bis
1657-12-31
Datierung
1657
Epoche universalgeschichtlich
Ereignis
Datum Von
1736-01-01
Datum bis
1736-12-31
Datierung
1736
Epoche universalgeschichtlich
Beschreibung
Die Inneneinrichtung wurde zerstört.
Ereignis
Datum Von
1938-01-01
Datum bis
1938-12-31
Datierung
1938
Epoche universalgeschichtlich
Beschreibung
Die Synagoge wurde als Warenlager genutzt.
Ereignis
Datum Von
1940-01-01
Datum bis
1940-12-31
Datierung
1940
Epoche universalgeschichtlich
Beschreibung
Der Eigentümer der Nachkriegszeit nutzte die Synagoge als Scheune und Abstellraum für Maschinen.
Ereignis
Datum Von
1951-01-01
Datum bis
1951-12-31
Datierung
1951
Epoche universalgeschichtlich
Beschreibung
Die Stadt Karlstadt kauft die Synagoge.
Datum Von
2015-01-01
Datum bis
2015-12-31
Datierung
2015
Epoche universalgeschichtlich
Beschreibung
Die Synagoge wird saniert.
Ereignis
Datum Von
2023-01-01
Datum bis
2023-12-31
Datierung
2023
Epoche universalgeschichtlich
Beschreibung
Abschluss der Sanierungsarbeiten.
Ereignis
Datum Von
2025-01-01
Datum bis
2025-12-31
Datierung
2025
Epoche universalgeschichtlich
Medien
Synagoge Laudenbach
Die ehemalige Synagoge Laudenbach, es sind deutliche Schäden und Reparaturversuche am Mauerwerk zu sehen. Das Dach ist mit einer blauen Plastikplane großflächig abgedeckt.
Aufnahmedatum
18.10.2015
Fotografiert von
Georg Schirmer
Georg Schirmer
Bildquelle (Woher stammt das Bild)
eigener Bestand
Breite
2557
Höhe
1917
Lizenz
CC BY-SA 4.0
Beschreibung
Synagoge Laudenbach, Zustand 2015
Mimetype
image/jpeg
Synagoge Laudenbach nach der Sanierung.
Die Synagoge Laudenbach nach der Sanierung, Blick in südlicher Richtung.
Aufnahmedatum
2025
Fotografiert von
Georg Schirmer
Georg Schirmer
Bildquelle (Woher stammt das Bild)
Eigener Bestand
Breite
3006
Höhe
2255
Lizenz
CC BY-SA 4.0
Blick vom Eingang der Frauenempore in den Versammlungsraum. Im Hintergrund eine weiße Wand, an der der Thoraschrein stand.
Blick in den Versammlungsraum vom Eingang der Frauenempore aus. Man sieht die Konzertbestuhlung und eine Wand, aus der der thoraschrein herausgebrochen wurde.
Aufnahmedatum
2025
Fotografiert von
Georg Schirmer
Georg Schirmer
Bildquelle (Woher stammt das Bild)
Eigener Bestand
Breite
2976
Höhe
1984
Lizenz
CC BY-SA 4.0
Literatur
Katrin Keßler: Laudenbach. Eine Perle jüdischer Kultur in Unterfranken. Laudenbach, Germany. A Pearl of Jewish Culture in Lower-Franconia. in: bet-tfila.org/info-2/14. S. 6-7.
"Mehr als Steine...." Synagogen-Gedenkband Bayern. Teilband III: Unterfranken, Teil 1. Erarbeitet von Axel Töllner, Cornelia Berger-Dittscheid, Hans-Christof Haas und Hans Schlumberger. Hg. von Wolfgang Kraus, Hans-Christoph Dittscheid und Gury Schneider-Ludorff in Verbindung mit Meier Schwarz. Synagogue Memorial Jerusalem. Bd. 3: Bayern. 1. Auflage 2015. Kunstverlag Josef Fink Lindenberg im Allgäu (mit umfassenden Quellen- und Literaturangaben).
Redaktionell überprüft
Aus

Neuen Kommentar hinzufügen

Das Sprachkürzel des Kommentars.