Dror
Dror (hebr. Freiheit) ist eine vor dem Ersten Weltkrieg in Russland gegründete sozialistisch-zionistische Jugendbewegung. Die Organisation war auch in Polen, dem Baltikum, Rumänien und Ungarn vertreten. Die Dror-Mitglieder entstammten überwiegend dem proletarischen Milieu und waren in vielen DP-Lagern für Kinder und Jugendliche aktiv.
Dieser Eintrag wurde im Rahmen der Online-Ausstellung „München Displaced ONLINE“ unseres Kooperationspartners Jüdisches Museum München erstellt.
Canadian Jewish Congress, Büro von Ethel Ostry
Auf Initiative der 1919 gegründeten Interessensvertretung der jüdischen Gemeinschaft in Kanada erlaubte die kanadische Regierung nach dem Zweiten Weltkrieg im Rahmen des War Orphans Project etwa eintausend Waisen aus Europa die Emigration nach Kanada. Federführend für die Umsetzung des Programms war der in Würzburg geborene Manfred Saalheimer. Unterstützt wurde er dabei von der kanadischen Sozialarbeiterin Ethel Ostry, die ihr Büro in München hatte. Zwischen September 1947 und März 1952 kamen 1 116 Kinder aus DP-Lagern und Kinderheimen aus ganz Europa nach Kanada.
Internationale Lesestube für Kinder, organisiert von Jella Lepman, geb. Lehmann
<p>Mit 17 Jahren organisierte Jella Lepman, geb. Lehmann, hier 1908 eine internationale Lesestube für Kinder der ausländischen Arbeiter der Waldorf-Astoria-Zigarettenfabrik.</p><p>Die Leidenschaft für Kinder- und Jugendliteratur hielt ihr Leben lang. 1949 war sie Mitbegründerin und Initiatorin der Internationalen Jugendbibliothek in München.</p>
Büro des Jugendverbandes Hashomer Hatzair
<p>Hier befand sich bis 1939 das Büro der Jugendbewegung Hashomer Hatzair Deutschland (auf Deutsch: Haschomer Hatzair, HHD). Diese Information wurde von der wiedergegründeten Jugendverband im Rahmen des Geschichtsprojekts im Jahr 2022 enthüllt, um das 10-jährige Bestehen der Wiedergründung zu feiern.</p>
Religionsschule des Jüdischen Synagogenvereins
"In Görlitz befand sich eine jüdische Religionsschule, dessen Schulordnung jedes Kind der Gemeinde verpflichtete, am Unterricht teilzunehmen (Jungen nach vollendetem 7. und Mädchen nach vollendetem 8. Lebensjahr). Schwerpunkte der jüdischen Erziehung waren: Religion, Bibelkunde, jüdische Geschichte, Gebet und Hebräisch (Schreiben und Grammatik). Im Schuljahr 1888/1889 lernten 76 Schüler an der jüdischen Schule, 1889/1890 65, in dem Jahr 1890/1891 53 und 1892/1893 waren 48 Schüler registriert."
Jüdisches Kinderheim e.V. (Berlin)
<p>Das ehemalige jüdische Kinderheim in der Fehrbelliner Straße, heute das Stadtteilzentrum Prenzlauer Berg, ist ein offenes Denkmal mit einer historischen Geschichte. Das Gebäude wurde 1864 als Wohnhaus erbaut. 1910 wurde es vom jüdischen Kinderheim e.V. gekauft und zu einer Kindertages- und Bildungsstätte für jüdische Kinder und Jugendliche umgebaut. Zeitzeug*innen berichteten, dass sie in den 1920ern und 30ern den Hort oder den Kindergarten besucht hatten.
Wohnhaus von Lina Morgenstern
Lina Morgenstern war Schriftstellerin, Frauenrechtlerin und Sozialaktivistin. Geboren am 25. November in Breslau als drittes von sechs Kindern des jüdischen Möbel- und Antiquitätenhändlers Albert Bauer und dessen Frau Fanny (geb. Adler) gründete Sie zusammen mit Freundinnen bereits 1848 im Alter von 18 Jahren den " Pfennigverein zur Unterstützung armer Schulkinder" in Breslau. 1854 heiratete Sie den Kaufmann Theodor Morgenstern (1827-1910) und zog nach Berlin. 1857 begann Lina Morgenstern Kinderbücher zu schreiben.
Shalom Rollberg (Berlin)
<p>Shalom Rollberg ist ein Dialogprojekt in Berlin-Neukölln, das Begegnungen zwischen muslimischen Kindern und Jugendlichen und jüdischen Ehrenamtlichen ermöglicht. Das Projekt ist eine Initiative von MORUS 14, einem gemeinnützigen Verein, der sich seit 2003 im Viertel für Bildung, Integration und Gewaltprävention setzt.